Golden Talent Matthias Merz
Geburtsdatum:
1. Februar 1984
Wohnort:
Beinwil am See / Aargau
Beruf:
Student, OL-Läufer
Das mag ich:
Reisen, Abwechslung
Das mag ich nicht: Brennnesseln, Langeweile
Persönliche Website:
www.matthiasmerz.ch
Grösste Erfolge:
Gold (Staffel) und Bronze (Mitteldistanz) EM 2010, Bulgarien
Bronze Mitteldistanz WM 2009, Ungarn
5. Rang (Langdistanz) und Bronze (Staffel) WM 2008, Tschechien
Silber (Staffel) und 4. Rang (Langdistanz) EM 2008, Lettland
Gold (Langdistanz), Silber (Sprint) und 5. Rang (Staffel) WM 2007, Ukraine
8-facher Elite-Schweizermeister
Langfristiges Ziel:
Weltmeisterschaften
Ohne Umwege
Matthias bleibt mit Vollgas auf der richtigen Spur! Als kleiner Knirps hat er sich schon mal im finsteren Wald verirrt. Wenn er sich heute «verläuft», findet er sich nur für kurze Zeit nicht zurecht. Passiert dies, muss er sich neu orientieren und hierfür hat er bestimmte Auffangstrategien, die auf seiner Erfahrung beruhen.
Kartenlesen
Andere zeigen Flagge, Matthias zeigt lieber die Karte. Matthias veröffentlicht seine gesammelten OL-Karten aus aller Welt auf seiner Homepage, damit jeder an seinen Erlebnissen und Erfahrungen teilhaben kann. Mehrmals im Monat nimmt er sich Zeit, um seine Homepage zu aktualisieren.
Endspurt
Jubel und Zurufe seiner Fans motivieren ihn, vor allem beim Zeileinlauf. Seine Fans sind zugleich seine Freunde. Matthias pflegt den Kontakt zu seinen Fans. Regelmässig veranstaltet er Anlässe, zu denen er seine Fans einlädt, um sie über seine Läufe zu orientieren.
Anstrengung
Alles begann mit einem Ferienkurs, an den ihn seine Mutter anmeldete – Orientierungslauf würde ihm bestimmt gefallen, meinte sie. Und so war es, der 11-jährige Matthias fand sofort gefallen an der Postensuche in der freien Natur. Die Leidenschaft für diese Sportart hat sich nach und nach entwickelt. Matthias hat immer öfter trainiert und sein Können an OL-Wettkämpfen unter Beweis gestellt. Von den unterschiedlichen Disziplinen Sprint, Staffel, Nacht-OL, Mittel- und Langdistanz kann Matthias keine klare Präferenz ausmachen. Was er besonders mag oder eben nicht, ist vom Gelände und seiner Laune abhängig. Etwas ganz Spezielles ist allerdings der Nacht-OL. Der Läufer trägt wegen der nächtlichen Dunkelheit eine Stirnlampe mit einer Batterie auf dem Rücken. Die Posten sind mit Reflektoren ausgestattet und daher schon von weitem gut sichtbar. Trotzdem bedeutet ein Nachtlauf natürlich Abenteuer pur! Ausgerüstet mit Laufdress, Laufschuhen, Beinschonern und Kompass macht sich Matthias mit flinken Schritten im dicken Geäst auf die Postensuche. Vor dem Start nimmt Matthias die OL-Karte mit dem Routenplan und eine SI-Card entgegen. Diese dient als Prüfkarte, welche die Laufzeiten zwischen den Posten speichert und die richtige Abfolge kontrolliert. Diese Daten sind direkt im Ziel abrufbar. In der wilden Natur war Matthias bisher nie reellen Gefahren ausgesetzt. Beim Rennen den Fuss verknacksen und wüste Kratzer von Dornen und Ästen sind die häufigsten Spuren, die ein OL-Lauf hinterlässt. Die zerkratzten Beine eignen sich in der Badesaison nicht besonders, um mit deren Schönheit Eindruck zu schinden... Was sonst noch im Dickicht lauert? Im Wald ist er schon wilden Tieren begegnet, was durchaus ein prägnantes Erlebnis war! Doch nur während dem Training reicht es aus, sich für solche Momente wie das Beobachten der Tiere und das Geniessen der Landschaft Zeit zu nehmen. Bei Wettkämpfen ist Matthias natürlich konzentriert und zielstrebig, denn sich im Wald zu verlaufen würde vielleicht wertvolle Minuten kosten...